22. Januar 2015

New Beginnings


Zum neuen Jahr gehören natürlich auch immer gute Vorsätze. Ich habe eigentlich nur einen: Besser zu mir selbst zu sein. Heyho an alle, die sich jetzt gedacht haben: "Egoistin!" Manche gehen vielleicht immer gut mit sich um und merken gar nicht, dass sie da etwas ganz großartiges vollbringen. Rücksichtsvoll und liebevoll sollte man nicht nur mit seinen Mitmenschen sein, sondern besonders mit sich selbst. Ich habe schon irre viele Leute getroffen, die Selbstbewusstsein mit Selbstwertgefühl gleichgesetzt haben. Genauso wie Stärke mit Glück. Leider sieht das gelebt ganz anders aus. Es gibt den ein oder anderen, der unfassbar selbstbewusst und stark ist, aber große Selbstzweifel hat und sehr unglücklich ist. Und hey, genauso einer bin ich.


Ich habe mich also entschieden, besser zu mir zu sein. Wie komme ich denn jetzt eigentlich auf sowas? Ich bin seit ein paar Tagen ganz neu im Fitnessstudio aktiv, um meine Figur nach der Weihnachtsvöllerei wieder in Form zu bringen. Ich bin eigentlich immer viel gejoggt und habe sehr auf meine Ernährung geachtet, aber dieses Mal ändere ich etwas ganz grundlegendes: Dieses Mal ist die Fitness und mein neuer Ernährungsplan für mich. Für mich und nicht gegen mich. Dieses Mal eifere ich nicht den perfekten Körpern von Frauen nach. Und ich vergleiche mich nicht ständig mit meinen schönen Freundinnen, obwohl diese nicht ein Quäntchen weniger schön geworden sind. Außerdem werde ich, egal, wie viel ich gerade gegessen oder wie wenig ich trainiert habe, mich nicht dafür verurteilen. Dieses Mal geht es darum, das beste aus mir zu machen, ohne Druck und ohne Selbsthass. Und ich hoffe, es klappt!


Ich habe schon einen ersten Trainingsplan und werde damit erst mal die nächsten eineinhalb Monate trainieren und dann einen neuen Trainingsplan bekommen. Das Auge ist bekanntlich mit, deswegen habe ich mir meinen Plan etwas schöner gestaltet und der hier ist auch der, der über meinem Bett hängt!

Motivation ist fast alles, deswegen habe ich mir gleich zahlreiche Moodboards gestaltet. Die bestehen haupstächlich aus Essen (oh man, das ist so typisch für mich...) und meinen Lieblingssportarten und ein paar motivierenden Zitaten. Ich rate euch sowas mal auszuprobieren, wenn ihr gerne gestalterisch arbeitet, es macht irre Spaß (und es geht auch etwas Zeit dabei drauf).


Auf diesem Blog wird es in Zukunft also auch viele neue Posts unter der Kategorie "Healthy Living" geben! Ich hoffe ihr seid erfolgreich mit euren guten Vorsätzen für das neue Jahr, gebt nicht auf, es gab einen Grund, warum ihr bis zu einem großen Wandel wie einem Jahreswechsel gewartet habt, um euch zu ändern. 

Morgen ist die Woche geschafft und das Wochenende liegt vor euch, was habt ihr vor? Werdet ihr faulenzen und die Tage im Bett und auf dem Sofa verbringen.. oder im Studio, draußen und in so vielen Clubs wie möglich?

Hugs, euer Mädchen vom Meer

Thea

20. Januar 2015

Alles endet aber nie die Musik


Casper hat es damit auf den Punkt getroffen. Das Wochenende geht vorbei, aber die Lieder von Samstagnacht hallen noch nach. Ein Jahr geht vorbei, aber gute Lieder überdauern Jahrzehnte. Freundschaften und Seelenverwandtschaften brechen auf und auseinander - aber es gibt da immer diese Lieder, die euch heimsuchen und jeden Moment wieder aufleuchten lassen, als wäret ihr genau jetzt genau dort. Musik kommt nicht, weil sie irgendwie schon immer war, und sie geht auch nicht
Es gibt eigentlich keinen Grund, warum wir in die Freundebücher aus der Grundschule nicht auch "Mein/e beste/r Freund/in: Musik" hätten schreiben können.


 

 Momentan ist vieles etwas anstrengend und nichts hilft mir da besser, als mich mit Musik abzulenken. Es gibt da so ein paar Lieder, die bei mir seit Januar rauf und runter laufen und trotzdem nie langweilig werden. Darum geht es jetzt hier und ich hoffe es gibt einige Indie-Bohème Hippies unter euch, die verstehen können, warum ich die Lieder so schön finde. Von oben nach unten: 1)Ribbon - Billie Marten; 2)Let it go - James Bay; 3)Somewhere only we know - Keane; 4)Magpie - Kushi; 5)Only love can hurt like this - Paloma Faith.

  

 


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Das wars nur ganz kurz von mir, aber ich hoffe, euch gefallen die Lieder! Ich bin ein Riesenfan von "Only love can hurt like this" von Paloma Faith. Der Titel trifft es auf den Punkt und auch die Musik beschreibt dieses Gefühl, eben genau den Schmerz, den nur Liebe verursachen kann. 
Aber wir wollen jetzt nicht zu emotional werden!


Ich wollte euch noch erzählen, dass ich über die Zeugnisferien in eineinhalb Wochen ein paar Tage in die eisige schwedische Hauptstadt fahre, dort fotografiere, flaniere und shoppe und es mir gut gehen lasse. Natürlich gibt es dann ein paar Posts, allerdings werden die wahrscheinlich erst Anfang Februar kommen, weil ich gar keine Zeit zum Faulenzen haben werde! Bevor ich mich dann in den Kurzurlaub verabschiede, kommt nächste Woche noch ein "A Letter to my Future-Self"-Post, seid gespannt darauf!

Ich hoffe ich habe euch ein paar schöne Ohrwürmer für eine gutgelaunte Woche verpasst.. 

Hugs, euer Mädchen vom Meer

Thea

1. Januar 2015

Retrospektive

Es ist soweit, es ist da. Das neue Jahr. Mir ist in den letzten Tagen bewusst geworden, dass der Anbruch eines neuen Jahres etwas ganz besonderes ist. Ein neues Jahr bedeutet 365 neue Chancen, etwas anders zu machen. Es sind 52 Wochen, in denen wir unsere Arbeit, unsere Schulzeit oder unser Leben ganz allgemein neu wahrnehmen können. 
Als gestern um Mitternacht über mir der Himmel explodierte, da wusste ich: 2015, das wird mein Jahr. Ich bin eine völlig neue Person, lasse das Jahr, an das ich mich am liebsten nie wieder erinnern müsste, hinter mir - und fange neu an. Den ganzen Tag habe ich so ein Gefühl von Hoffnung in meinem Bauch. Und in meinem Herzen. Es ist gar nicht die Überzeugung, dass ich meine Vorsätze für dieses Jahr ganz bestimmt erfüllen werde. Es ist auch nicht der Gedanke, dass ich dieses Jahr meinen Schulabschluss mache. Es ist die Erkenntnis, dass Astronomie und Physik etwas für mich beendet haben, über das ich selbst keine Macht hatte. Es ist das Vertrauen, dass die Zeit mich durch jede schlimme Phase meines Lebens tragen wird, ganz egal was kommt - eines Tages ist es vorbei. 
Ich muss gestehen, dass ich wirklich froh bin, dass 2014 vorbei ist. Es war kein gutes Jahr. Vielleicht war es das schlimmste Jahr meines bisherigen Lebens. 
Und doch habe ich mir jetzt gerade vorgenommen, jedem, jeder und allem zu verzeihen, zu vergeben, was mein letztes Jahr so traurig gemacht hat. Dazu gehöre auch ich selbst. 
Ich weiß selbst, wie gerne ich vergessen würde, was alles passiert ist. Genau deswegen kommt hier eine letzte Widmung für das Jahr 2014, welches meinen Lebensweg auf einen komplett anderen Kurs gebracht hat. 

Eines Tages macht das vielleicht alles einen Sinn. Also ohne große Worte und Drumherum: Das hier, das war mein 2014. Auf Wiedersehen, altes Jahr. 

Der beste Monat im letzten Jahr. Der Monat in dem ich in jeder Faser, jeder kleinen Zelle meines Körpers unfassbar unvergleichlich und überwältigend wunschlos glücklich war. Danke für dieses Glück. 


Viel Musik, viel Tanz, Liebe und Geduld. Ein Monat in der Schwebe, leicht, voll von Lachen.



Viele Zweifel. Viele Gedanken und ein ganz bewegtes Herz, welches in jeder Sekunde hin- und hergerissen war. Ein Monat mit schmerzhafter Liebe.


Dieser Monat wird für immer eine neue Bedeutung haben. Einschnitt in das Glück. Der Moment, in dem alles verloren gegangen ist. Der Moment in dem ich tiefer gefallen bin, als je zuvor und manchmal sogar das Atmen schwerfiel. Ein Monat mit Trauer. Und Angst, großer Angst. 


Der Monat, der bewies, dass Rosenduft und Sonne manchmal Wunden heilen. Wenn auch zeitlich begrenzt und auch nur manchmal. 


Sommer. Sommer macht lebendig. Sommer und Tanzen. Und Blumen im Haar. Die Bedeutung von Glück verstehen. 


Reisen lenkt ab. London ist eine fantastische Stadt. Und es gibt einfach wunderbare Menschen, die dich vergessen lassen, was in dir drin losgebrochen ist. Und es ein bisschen weniger schlimm machen. Ehrlich lachen und staunende Augen sind unbezahlbar.
Die Erkenntnis erlangen, dass es das schlimmste ist, nur beraten und beistehen zu können und nicht zu retten. 


Das Meer endlich wieder sehen. Surfen. Sonne tanken. Salz im Haar. Stundenlang auf den Horizont starren und nach Antworten suchen. Und das letzte Jahr ohne Verantwortung beginnen. 


Das letzte Jahr der Schule bricht an, der Countdown läuft. Schulstress und Zukunftsängste sind bald Alltag, aber niemand fragt je danach. Viel Struktur, viel Lernen, viel. Viel. Zu viel. Zu viel auf einmal. Aber der letzte Kilometer ist immer der schwerste und an Aufgeben ist nicht zu denken.


Ein wundervolles Instrument kommt in mein Zimmer und damit auch viele neue Lieder und Texte. Neue Inspiration und eine neue Bekanntschaft, die das Leben reicher macht. Gemütlichkeit und Wärme und lange Spaziergänge. Das Gefühl, dass etwas ganz anders wird. 



 Einen kleinen Abstecher auf dem Lebensweg machen, der zu einer ganzen Kursänderung führt. Alles neu. Nur ist es nicht schön. 



 Die letzten Tage bevor endlich alles vorbei ist. Erst eine Facharbeit und das Vorabi, wofür alle Energie draufgeht, dann Familienfeste, viel Essen und viel Schlaf. Eine Menge Ehrlichkeit und akzeptieren müssen, dass manche Freundschaften vielleicht nicht alles aushalten. Akzeptanz und Verstehen. Große Pläne für die Zukunft, vielleicht zu viel Verantwortung für mein Alter übernehmen wollen. Ein Lied, dass vieles hervorkommen lässt, was lange verborgen war. Am wichtigsten ist aber: 
Liebe kann sehr lästig sein. Und sie ist nichts, was man sich aussucht oder was eine Entscheidung verlangen würde. Liebe fragt nicht. Liebe kommt und geht, wann sie will. Ohne wenn und aber. 
Hoffnung. Ein klitzekleines bisschen. Aber: am Ende Hoffnung. 

Auf dass unser 2015 unvergesslich wird. Voll von Glück und Stärke. Und Trotz gegenüber den Rückschlägen, die uns heimsuchen. 

Feste Umarmung, 

euer Mädchen vom Meer

28. Dezember 2014

So this was christmas


Listening to: Låtsas som det regnar - Veronica Maggio 

Unter dem Weihnachtsbaum liegen lauter ausgepackte Geschenke. Tausendmal gedreht und gewendet, viel angelächelt, einzelne Tränen verdrückt. Und es riecht noch nach Weihnachten. Es riecht nach den Kerzen und vielleicht ist da irgendwo auch noch Weihrauch aus der Kirche oder vom Räuchermännchen, es ist warm und alles was leuchtet ist rot oder gold. Wir sind alle träge und kuscheln viel, schlafen lang und lesen, lachen und trinken Tee. Irgendwie hängt alles in der Luft. Als wäre die Zeit stehen geblieben. Zwischen den Jahren. Es ist, als ob ich mich von jemandem geliebten trennen müsste. Da ist etwas neues, ganz frisches und unbenutztes und ehrliches. Etwas, was noch so viel Hoffnung gibt. Etwas, das leuchtet und irgendwo auch immer noch einen Ausweg darstellt. Es ist das neue Jahr. Es ist etwas, was noch gar nicht besteht. Es wächst nur dadurch, dass ich es lebe. Es wächst dadurch, dass ich es übermorgen begehe und mich jeden Tag wieder neu für es entscheide. 
Hinter mir liegt ein Jahr wie ein Schlachtfeld. Es gibt glaube ich wenige Jahre in meinem kurzen Leben, die so ereignisreich waren. Dieses Jahr wird später noch oft nieder geschrieben und genannt werden. So wie 1945 vielleicht. Oder 1989. Weil es so viel verändert hat. Dieses Jahr hat große Furchen gezogen. Es hat ziemlich auf den Putz gehauen. Dieses Jahr war hart. Und es kann nie mehr rückgängig gemacht werden. Von nun an ist alles anders. Habt ihr schon Momente in eurem Leben erlebt, von denen ihr wisst, dass sie wirklich ALLES ändern? Eure Berufswahl, eure Wohnungswahl, eure Partnerwahl, euer ganzes langes Leben? Und ihr könnt nichts dagegen tun. 

Jetzt bin ich zwischen diesen zwei Jahren und blicke auf etwas zurück, von dem ich hoffe, dass es mich in dem Moment, in dem das "drei... zwei... eins..." in Jubel und Küsse und Umarmungen übergeht, verlässt. Ich will nicht in die Zukunft sehen, weil es mir Angst macht. Die Gegenwart ist mir viel zu flatterig und nicht Fisch und nicht Fleisch. Und das Vergangene - das tut zu sehr weh. Das ist so präsent und laut. Es reißt zu sehr an dem Rahmen, der mein zu überschauendes Feld einschließt. 



Ich habe viel fotografiert in den letzten Tagen und wollte euch den magischen Schwebezustand zeigen, den Weihnachten für mich darstellt. Das Essen, die Bäume, die Geschenke, das Licht und die Wärme. Und die Kälte vor den Fenstern. Hier kommen also für euch: Heiligabend, und die Weihnachtsfeiertage.



























Ich wünsche euch nachträglich schöne Weihnachten. Oh man, jetzt denkt doch nicht darüber nach, dass das wirklich unnötig ist, freut euch darüber! Man kann jeden Tag wie Weihnachten leben. Macht euren Lieben jeden Tag ein Geschenk. Freut euch jeden Tag, dass jemand lebt, der euch retten wird, früher oder später. Zündet Kerzen an und bringt Licht in eure kleine Wohnung, zu euren Nachbarn und esst ganz viele Plätzchen. Ich hoffe ihr habt wunderbare Tage zwischen den Jahren voller Faulenzen, heißer Schokolade, Pizza und alten Filmen. Egal wo ihr gerade auf der Welt seid. 

Umarmung von eurem Mädchen vom Meer,

Thea