13. Dezember 2014

In der Ruhe nach und vor dem Sturm



Jetzt sind es nur noch elf Tage bis Weihnachten. Die Facharbeit über die wohl skrupellosesten Deutschen nach dem Dritten Reich liegt in den Händen meines Tutors, das Vorabi ist beinahe rum und die Weihnachtsstimmung schlägt langsam an - ein bisschen ruhiger wird es jetzt tatsächlich. Das Sturmtief Alexandra hat besonders Nord-Europa umgekrempelt, auch wir haben in den letzten Tagen ziemlich viel Wind und Regen gehabt. Kein Problem für mich, natürlich nicht. Wie denn auch? Das Mädchen, dass sich am liebsten bei Wind und Wetter an den Deich stellt und sich die Haare vom Seewind zerzausen lässt, kann kein Problem mit einem kleinen Sturmtief haben. Meiner Meinung nach gibt es übrigens einen Grund, warum solche Sturmtiefs immer weibliche Namen tragen. 
Ich habe also zwei Nächte lang wach gelegen und dem Sturm gelauscht. Das schönste Geräusch, dass es für mich gibt ist nämlich das Toben eines Sturms. Ganz ehrlich, wenn der Wind um das Haus pfeift und durch die Wipfel der Tannen - es erinnert mich an zuhause. Obwohl ich nicht weiß wo das ist und mich immer auf der Suche befinde. Es fühlt sich an wie zuhause. Und wie immer wenn ich zuhause bin (was eigentlich nur sehr selten ist), kommen mir immer die Worte und ich muss entweder wieder ein ganzes Album an Liedern schreiben oder ich wage mich mal wieder an ein Spoken Word oder ein ganz altbackenes Gedicht. Letzteres ist dann vorgestern Nacht entstanden und ich dachte mir: Warum teile ich das nicht mal mit ein paar anderen als den üblichen Freunden, die ich immer mit meinen Inspirationsschüben tyrannisiere? Falls ihr lieber etwas Zeit sparen wollt und nicht so auf Gedichte steht, könnt ihr diesen Teil überspringen und nach dem Bild weiter lesen.


Nach Haus

Und draußen vor der Tür
heult der Sturm, und trommelt
mit starken Fäusten an das Glas
der regenbenetzten Fenster,
während ich mit Erinnerungen
in den tiefsten Wunden rühr.
Es heult der Sturm,
wütend tobt er - will herein.

Die Wahrheit auf die Augen tätowiert,
die ich mir aus dem Kopfe wein,
weil ich nicht länger leugnen kann -
keinen schwarzen Tag mehr lang - 
dass der Sturm dort vor der Tür
zu den innersten meiner Abgründe führt,
dass der Sturm dort
der Spiegel meiner Seele ist,
er führt mich heim.

Böen wehen meine Seelenstücke ins Meer,
zerstreuen alle Einzelteile und nur
mein Herz bleibt zurück.
Allein als das Auge des Sturms.
Still, stumm, gefühls- und regungslos. 

Und draußen vor der Tür
heult der Sturm, und ruft mich
hinaus.
Ich schlurfe zum Fenster,
zerschlage das Glas
und wehe hinaus.
In den Sturm,
und der Sturm
trägt mich nach Haus.



Nun ja, wenn man wochenlang, vielleicht sogar schon monatelang, nur gestresst gearbeitet hat, dann fühlt es sich ganz merkwürdig an, nach Hause zu kommen und einfach mal wieder das machen zu können, worauf man Lust hat. Dazu gehört Lesen (so unfassbar selten und kostbar in meinem Leben geworden), Gitarre spielen und sowas wie Mittagessen und Tee bei einem netten Film. Wesentlich entspannter durch den Tag kommen bedeutet das auch. Es bedeutet auch, dass man nach mehreren Nervenzusammenbrüchen um halb zwei Uhr morgens und einer täglichen Schlafdosis von viereinhalb Stunden endlich mal alles überdenken kann. Wie behandele ich eigentlich mich selbst? Wie gehe ich mit meinen Gedanken, meinen Sorgen um? 


Ich habe vor einigen Wochen etwas sehr wichtiges über mich von mir erfahren, was mein Leben gerade ein bisschen auf den Kopf stellt. Ist es nicht verrückt, wie viel ein, zwei Worte in einem Leben ändern können? Manchmal reichen Bruchteile einer Sekunde um alles, was man bisher aufgebaut hatte, einstürzen zu lassen. Um alle Grundsätze und Wertvorstellungen in Grund und Boden zu erschüttern. Um jedes Mal, wenn man in den Spiegel sieht, zu denken: Ich hatte ja keine Ahnung. Und ich habe immer noch keine Ahnung. Warum sagst du mir nicht einfach wer du bist? 
Fragen über Fragen, Ringen mit Argumenten und Gedanken, die einen von innen nach außen auffressen. Und so merkwürdig es auch ist, im Moment bin ich sogar gespannt auf mein neues Leben, was wohl alles passieren wird? Wie hart es wohl wird? 
Ich habe mir geschworen, dass ich mich nicht aufgeben werde, dass ich an mich glaube und kämpfe für das Mädchen, das ich bin. Es wird nicht einfach, aber das bedeutet niemals, dass es das nicht wert ist. Das wird es nämlich wert sein. 
Ihr kennt es doch sicher: Love it, leave it, or change it. Und da es um mein Leben geht, bleibt mir nur eine Möglichkeit.

Change it. 




 Ich hoffe ganz inständig, dass jeder der das hier jetzt liest, die folgenden Worte ernst nimmt. Nein, sie nicht nur ernst nimmt, sondern sie sich zu Herzen nimmt. Wir sind alle nicht perfekt. Aber das macht uns schön. Es klingt immer so einfach, aber ich will euch jetzt mal was sagen. Wenn ihr anders seid, dann ist das okay so. Seid der- oder diejenige, die zu denen gehören, die gegen den Strom schwimmen. Überlegt euch mal wie besonders und einzigartig ihr seid! So einen Menschen wie euch gibt es nicht ein einziges Mal woanders. Und auch wenn ihr das jetzt nicht spüren mögt, es gibt einen Ort, es gibt einen Menschen, nein wahrscheinlich sogar ganz viele von beidem, wo ihr dringend gebraucht werdet und ihr unverzichtbar seid. Früher oder später gelangt ihr an diese Orte, einfach weil ihr dort hin gehört. 
Es gibt manche Leute auf dieser Welt, ich habe jetzt ein paar vor Augen, die Besonderheit und Individualität mit kompliziert gleichsetzen. Komplizierte Dinge sind nicht immer etwas schlechtes, so wie diese Menschen es sich eben vorstellen. Stellt euch vor, ihr währet ein Spiel. Wer will denn bitte ein Spiel spielen, dass sich in einem Zug gewinnen und durchschauen lässt? Ja, ganz richtig - niemand. Niemand, der euch verdient hätte. Es gibt viele Menschen, die euch lieben, die ohne euch gar nicht könnten. Und es wird noch viele viele mehr geben. 
Ihr glaubt jetzt vielleicht nicht an euch. Aber eine Menge Leute tun das. Genauso wie ich. Und es dauert lang und es ist ein harter Weg, aber ich verspreche euch hiermit, und ich halte meine Versprechen (IMMER), dass ihr das eines Tages auch selbst könnt. An euch glauben. 






Als der Sturm dann vorüber war, kam ich gerade von meiner besten Freundin. Es tat so gut mit jemandem zu reden, der jedes einzelne Wort versteht und nachvollziehen kann - und das von einem so merkwürdigen Mädchen wie mir. Die zwei Straßen bin ich nach Hause gefahren und bin dann, bevor ich endlich wieder ins Warme kommen konnte, in den Garten gelaufen. Ich bin mir ganz sicher,  die Natur wollte mir Hoffnung machen. Das hat sie tatsächlich. Wie die untergehende Sonne so ihr Gold über die Wiesen verstreute und der Himmel aufriss und ganz blau und fliederfarben leuchtete... Wie dort, hinter schwarzen Umrissen der kahlen Bäumen das Licht ganz deutlich auf Gutes hoffen ließ.. Ja, ich musste lächeln. Zwischen den knorrigen Armen aus Holz über mir das Blau. Da war mir auf einmal klar, dass doch alles gut wird. 



Ich weiß, dass viele Menschen bis zu ihrem Lebensende immer auf der Suche nach ihrem Zuhause sind. Zuhause sein, das bedeutet nicht immer das eigene Zimmer, das Haus oder Omas Wohnung. Manchmal ist Zuhause auch nicht mehr der Mensch, den man einmal mehr als das Leben selbst geliebt hat, Zuhause ist irgendwann eventuell auch nicht mehr die Gitarre und das Klavier. Zuhause kann nicht immer das Gefühl sein, geliebt zu sein. Auf der ganzen Welt gibt es kein vergleichbares Gefühl wie das Gefühl zuhause zu sein. 
Ich weiß aber auch, dass, wenn es notwenig ist, ich diese Suche mit in den Tod trage. Es kann sein, dass ich an den Ort komme, der für mich immer zuhause war, und er es dann nicht mehr ist. Vielleicht komme ich nie an den Ort, der wirklich zuhause für mich ist. Vielleicht finde ich das Gefühl nie, irgendwo hinzugehören und heim zu sein. 

Wie immer, wenn etwas neues anfängt, ist da viel Vorfreude, Aufregung, aber auch Angst. Es wird ein unsicherer Weg, der nie einfach sein kann, aber er ist wichtig und wird wunderbar und gut sein. 


 Ich hoffe ihr findet was ihr sucht.

Euer suchendes Mädchen vom Meer,

Thea


3. Dezember 2014

December Dawn


Winter ist die schönste Jahreszeit. Protestiert und verdreht die Augen und runzelt die Stirn wie ihr wollt - rote Wangen, kalte Finger, Schnee, Kaminfeuer und heiße Schokolade, lange Sonntage mit Frühstück im Bett für den Lieben, das ist das beste, was mir passieren kann! Jetzt ist endlich Dezember.. Ich bekomme schon Eisschmetterlinge im Bauch, wenn ich daran denke! Das klingt für manche vielleicht ganz unangenehm... Oh man, aber ich liebe den Winter! Jetzt riecht es gerade im ganzen Haus nach Elisenlebkuchen, es läuft Frank Sinatra... Hach ja, die Romantikerin in mir schlägt wieder über die Stränge. 
Ich bin ziemlich im Stress vom Vorabi, meiner Facharbeit und außerdem schreibe ich an Nikolaus auch noch meine CAE-Prüfung. Nichtsdestotrotz musste ich euch einfach meine ersten vier Wintertage zeigen! Es war wirklich total schön am ersten Dezember aufzuwachen und schon den Adventskalender zu sehen genauso wie den leuchtenden Stern den es bei uns schon seit ich denken kann gibt.







Hier ist meine ganz persönliche Weihnachtsliederplaylist. Mit mir ist es auf den Weihnachtsmärkten manchmal nicht ganz so entspannt, wenn wieder die ganzen kommerziellen Weihnachtsdüdeleien ihr Unwesen treiben! Ich denke bei dieser Playlist an meine stilvollen Freunde, die gerne Weihnachten wie in Paris in alten französischen Filmen erleben und Swing und Jazz Fans sind. Also ihr lieben Sinatra-Girlies, Schneefanatiker und Feuerzangenbowlenliebhaber: Hier eine ganz entspannte Weihnachtsplaylist. 

                                                     


Am ersten Advent waren wir bei meinen Großeltern an der Nordsee. Mohnkuchen, Weihnachtsstuten und selbst gemachte Plätzchen, und natürlich jede Menge schwarzer Tee. Ich liebe die Weihnachtszeit bei meinen Großeltern zu verbringen, es erinnert mich immer so sehr an das Gefühl zu Hause zu sein. Das habe ich übrigens selten. 







Mein Lieblingsbild bei meinem Opa. Das hängt bei ihm seit Anbeginn der Zeiten. Ich habe es nie wirklich verstanden und fand es immer ganz mysteriös. Das verzaubert mich immer noch total. Übrigens genauso wie die vielen Seekarten, die überall in Opas Haus hängen.  






Mein Opa hat eine ganz besondere Art und Weise mit seinen Schätzen umzugehen: Er behandelt sie nicht besonders. Genauso wie seine Armbanduhr behandelt er die Taschenuhr seiner Mutter und das Stativ seiner Rollei Flex (beides sehr sehr wertvolle Dinge). Das merkt man übrigens daran, dass er mir ständig ein paar von seinen Sammelstücken schenkt. Was dieses Mal in meine Schatzkammer gewandert ist, ist fast das schönste Weihnachtsgeschenk.







Eine Seekarte von der Emsmündung, ein geschnitztes Holzkästchen, Uromas Taschenuhr, Treasure Island in der Fassung von 1948, das Nähzeug meiner Uroma, ihr Gebetbuch und ihr Skatspiel habe ich bekommen.


Und die Taschenuhr mit der gesprungenen Zeit. Dahinter steckt übrigens eine faszinierende Geschichte: Meine Uroma hatte im zweiten Weltkrieg Untermieter, die Flüchtlinge waren. Mein Opa besaß zu der Zeit eine kleine Kuckucksuhr, die die Untermieter so toll fanden, dass sie die Taschenuhr des Vaters gegen diese Kuckucksuhr tauschten. Seit mein Opa ein kleiner Junge war, hat er diese Taschenuhr bei sich gehabt, einmal ist er beim Spielen hingefallen und dadurch ist dieser Sprung entstanden. Ich finde sie immer noch wunderschön und ich glaube, dass ich den Sprung nicht ausbessern lasse. Ich freue mich so sehr über die kleinen Geschenke.
Eigentlich wollte mein Opa mir noch seinen Atlas von 1913 mitgeben, den er einem Offizier der Wehrmacht abgekauft hat, aber das konnte ich dann wirklich auf gar keinen Fall annehmen. Großväter können wirklich etwas wundervolles sein. Nichts schöneres als bei Tee, Keksen und Schneefall draußen ihnen zuzuhören, ihren Geschichten von den Tagen, als alles noch so viel aufregender und bewegter war als jetzt. 












Ich finde die Dämmerung, so früh sie im Dezember jetzt schon einsetzt, hat etwas faszinierendes im Winter. Immer liegt ein kalter Nebel um die Bäume, als würde er sie zudecken wollen. Manchmal färbt sich dann alles ganz blau und violett und die Schneeflocken auf der Haut fühlen sich an wie Schlafsand. Alles ist so viel ruhiger und weicher im Winter. So stark und kalt. Ich finde der Winter verkörpert wahnsinnig gut jemanden, der mit Würde stirbt. Im Winter geht das Jahr zu Ende, alle Bäume verlieren ihre Blätter und es wird kalt und grau und die Sonne scheint nicht mehr so hell wie in vergangenen Tagen. Doch so traurig das auch sein mag - niemals ist es erbärmlich oder schwach wie das Jahr zu Ende geht. Manchmal ist es dramatisch, manchmal ganz leise und ruhig. Wie ein schöner Mensch, der selbst in seinen letzten Tagen nicht die Fassung und die Anmut verliert. 

Ich hoffe, dass ich bald irgendwo Schlittschuh laufen kann, darauf freue ich mich fast am meisten in langen, kalten Wintern und es ist wirklich schon ziemlich kalt hier. Heute hat es das erste mal kleine Flocken Schnee geschneit, in der Schule sind alle ganz verrückt geworden. Ich am meisten, um ehrlich zu sein. Schnee ist was wirklich schönes. 


Ich hoffe ihr verbringt einen besinnlichen Monat mit viel Nachdenken und Ruhe und Überlegtheit in allem was ihr tut. Seid ehrlich zu den Menschen, die ihr liebt, tut das, was euch in den Sinn kommt und seid ihr selbst. Mir fällt das im Winter immer leichter, weil ich mich in der Jahreszeit einfach am besten wiederfinde. Habt einen schönen, kuscheligen Advent.


Euer Mädchen vom Meer,

Thea

27. November 2014

Thanksgiving in yellow and rose


Heute feiert die ganze Welt Thanksgiving. Es ist sozusagen das amerikanische Ernte-Dank-Fest. In Amerika ist Thanksgiving sogar ein größeres Fest als Weihnachten, denn jeder kann es feiern, selbst wenn man atheistisch lebt. Alle Studenten kommen nach Hause, man verbringt ein langes Wochenende mit der Familie und isst und isst und isst und isst. Wenn man Glück hat, so wie wir, dann scheint auch noch die Sonne und man kann einen schönen Spaziergang machen. 

Wir feiern Thanksgiving dieses Jahr mit Freunden und meiner Oma. Ich finde, es sollten mehr amerikanische Feste in die Deutsche Kultur eingegliedert werden - es gibt einfach viel mehr Familienfeste und schöne Anlässe um tolles Essen zu kochen und sich mal wieder mit den besten Freunden zusammenzusetzen. Und es sind, last but not least, kleine Inseln von Ruhe inmitten von Weihnachtsstress, Facharbeitsstress, Vorabistress und Cambridge Exam Stress. 















Nach etwas Erdbeer- und alkoholfreiem Traubensecco gibt es eine Rote Beete Suppe mit Ricotta (eigentlich eher unüblich, aber wir lieben alle Rote Beete und die Suppe passt einfach hervorragend in unser Menu).




Anschließend folgt der Zwischengang, der dank unserem italienischen Freund Franco aus Steinpilzen besteht. Mit Weißwein abgelöscht und nur mit "geeister" Petersilie serviert. 



Cranberry Sauce gehört an Thanksgiving zu allem was sich essen lässt! Schmeckt sehr ungewöhnlich, aber trotzdem fantastisch. Die Gemüsebeilage bilden an Thanksgiving die Yams (salziges und süßes Süßkartoffelpüree) und Rosenkohl mit Maronen. Mole Sauce gibt es auch, eine ziemlich aufwendige, aber jede Mühe lohnende Sauce aus Mexico. Hauptinhaltsstoff bildet Schokolade und Chili, ihr könnt euch vielleicht vorstellen wie köstlich das ist. 




Ohne den Truthahn wäre Thanksgiving wohl nicht Thanksgiving. Sieben Stunden muss man ihn im Ofen garen, immer wieder mit Butter einreiben und eine aufwendige Füllung aus Früchten und Gemüse zubereiten. Unser Truthahn ist sogar glücklich gestorben und gegessen worden, dafür mussten wir ihn allerdings beim Bio-Hof vorbestellen (man schmeckt den Unterschied, ob ihr's glaubt oder nicht). Das Fleisch war wirklich unvergleichlich, hätte man immer so viel Zeit fürs Kochen (bzw. würde man nicht eher früher als später übergewichtig davon), dann würde ich Pute nur noch so zubereiten. 


Zum Abschluss eine tolle Pie mit eigenen Äpfeln, ganz viel braunem Zucker und Zimt. 


Wir hatten wirklich ein tolles Thanksgiving und morgen geht auch schon die Weihnachtszeit endlich los! Ich freue mich so sehr, dass Weihnachten wird. Ihr müsst nämlich wissen, dass ich zu den Hinterwäldlern gehöre, die den Winter lieben und im Sommer Todesqualen leiden. Ich freue mich auf kalte, sonnige Tage in Knochenweiß und Himmelblau. Schmalzkuchen und gebrannte Mandeln warten auf mich, genauso wie heißer Glögg und Lussekatter. Warum kann nicht das ganze Jahr über Winter sein? 

Ich hoffe ihr verbringt ganz viel Zeit mit eurer Familie und euren Freunden und geht nicht in der Uni oder in der Schule unter. Genießt die kalte Luft und die Morgensonne. Fühlt euch ein bisschen frei und lasst euch nicht von mehr oder weniger überraschenden aber lebensverändernden Nachrichten umhauen. 


Hugs and kisses,

your girl from the seaside

Thea