9. September 2014

Back to school - Supplies


Es ist mehr Anfang Herbst als Ende Sommer und es ist wieder soweit. Schultaschen werden entstaubt, die Schreibwarengeschäfte sind überfüllt und Eltern kaufen Kiloweise Papier und Pappe, bei den Jugendlichen bahnt sich ein Gefühlschaos zwischen Freude über das Wiedertreffen mit ihren Kameraden und Panik vor dem Schulstress an, gute Vorsätze werden festgesetzt und die Schulglocken werden wieder fit gemacht. Sechs Wochen Himmel sind vorbei und die Hölle des Alltags beginnt wieder. 

Back to School! 


Für mich beginnt am Donnerstag mein letztes Schuljahr und ich habe das Wochenende und den Montag damit verbracht, meinen Arbeitsplatz neu zu strukturieren, Mappen und Blöcke zu kaufen und Schulbücher zu bestellen. Ich bin stolz wie Oskar auf meinen ordentlichen Schreibtisch und weil der bestimmt nicht lange so schön bleibt, bekommt ihr heute den Beweis dafür, wie fleißig ich war! 


Mein Arbeitsplatz ist von meinem Schlafzimmer separiert auf einer Empore gelegen, die von meinem Zimmer aus mit einer Treppe zu erreichen ist. Von dort oben habe ich beim Lernen immer einen wunderschönen Blick über die Kuhweiden neben unserem Haus. 



Schreibutensilien gut organisiert zu halten ist ziemlich wichtig, besonders wenn man Texte bearbeiten muss. Mit einem guten Ordnungssystem hat man Post-its und Marker immer schnell zur Hand!



Der Duden, ein Deutsch/Englisch Wörterbuch, das Etymologische Wörterbuch, mein PONS Deutsch/Französisch Schülerwörterbuch und meine Formelsammlung habe ich immer zur Hand um schnell Fremdwörter und Formeln nachschlagen zu können. Den beiden weißen Heften widme ich mich meistens in meiner Freizeit: Darin befinden sich Übungsaufgaben für die Eignungstests, die Universitäten für das Medizinstudium veranstalten (hier ein kleiner Wink in Richtung Berufsziele). 


Für meine Abitur Prüfungsfächer habe ich fünf große Ordner angelegt. Das war am meisten Arbeit, aber diese wird sich beim Lernen zu 100% auszahlen. In jedem Ordner sind die Halbjahresthemen separiert abgeheftet - so kann ich im Falle des Falles noch einmal nachschlagen, wann wer die Endosymbionten-Theorie aufgestellt hat und an welchem Tag welcher Papst welche Bulle aufgesetzt hat. 


Das schönste zu Beginn des neuen Schuljahres waren schon immer die neuen Mappen und Hefte, noch ganz sauber und glatt und leicht. Zwei neue Blöcke und meinen Schulplaner habe ich auch schon. Ich finde es klasse, dass unser Gymnasium für jedes Schuljahr einen Schulplaner entwirft. Der Schulplaner enthält alles, was man als Schüler so im Schulalltag braucht: Stundenpläne,  ein Kalender, Notentabellen, die Schulordnung, das Periodensystem, für jede Woche viel Platz für viele Hausaufgaben, Entschuldigungszettel, Telefonnummern für alle Probleme eines Schülers und Platz für Notizen sowie ein Fach für Informationszettel. Super praktisch und erleichtert die Organisation des Schullebens erheblich!



Meinen neuen Stundenplan habe ich auch schon. Ich bin in den Philosophie Kurs bei meiner Lieblingslehrerin gekommen und freue mich schon total auf mein neues Fach! Sonst sind nur die Freistunden und Sportkurse anders, insgesamt bin ich ganz zufrieden mit meiner Schulwoche!


Neue Arbeitshefte, Bücher, Lektüreschlüssel und Lernwortschätze gibt es dieses Jahr natürlich auch. Ich freue mich schon total auf unser drittes Abiturthema in Geschichte, weil wir die NS-Herrschaft behandeln und das einer der Abschnitte unserer Geschichte ist, die mich am meisten interessieren. 


Zu guter letzt ist da noch mein Maßband, an dem ich die verbleibenden Tage bis zu meinem letzten Schultag abzähle und abschneide. So behalte ich mein Ziel vor Augen und freue mich jeden Tag darauf, einen neuen Zentimeter/ Tag zu verabschieden. 


 Hier werde ich also im nächsten Jahr ziemlich viel Zeit verbringen, aber mittlerweile ist es so schön und ordentlich hier, dass ich mich fast darauf freue! Die Arbeit hat sich gelohnt und ich bin bereit in das neue und letzte Schuljahr zu starten!

Habt einen schönen letzten Ferientag morgen und bleibt positiv! Ich freue mich doch auch nicht auf die Hausaufgaben, aber ich kann es kaum erwarten meine Freunde wieder zu sehen, mit Kameraden wird es doch nie langweilig im Unterricht!


Alles liebe von eurer fleißigen Biene und Senior Student, 
euer Mädchen vom Meer

Thea




8. September 2014

Beauty Essentials

Dass man manchmal nicht auf den ersten Blick erkennt, dass ich geschminkt bin, hat einen bestimmten Grund. Ich habe noch nie großartig etwas an meinem Gesicht verändern oder weg schminken wollen, außerdem gefalle ich mir so natürlich wie möglich am meisten. Ich bin ein großer Feind von Smokey Eyes, dickem Lidstrich und zu viel Lipgloss, als auch von pinkem Rouge und zu stark betonten Wangenknochen. Ich sehe damit einfach zu schnell billig und aufgetakelt aus. Also laufe ich eigentlich jeden Tag ( es sei denn ich bin auf Partys oder gehe aus) mit einem No-Make-up-Make-up-Look durch die Gegend. Wie der Name es schon sagt, soll nicht auffallen, dass man geschminkt ist! Was ich dazu brauche findet ihr auf den Bildern! 

   
1 Le crayon lèvres, Chanel (29,90€ - hier)  2 Rouge Allure Extrait de Gloss, Chanel (32,00€ - hier) 3 Rouge Allure N°58, Chanel ( 35,00€ - nicht mehr auf dem Markt) 4 Rouge Allure N°91, Chanel (35,00€ - hier)


1. Poudre libre, Annayake (42,99€ - hier)  2. Airbrush Concealer, Clinique (22,99€ - hier)


 1. Natural Brow Shaper, Bobbi Brown (21,99€ - hier)


 1. Long Wear Gel Eyeliner, Bobby Brown (23,99€ - hier 2. Ultra Fine Eyeliner Brush, Bobbi Brown (27,99€ - hier)  3. High Impact Mascara, Clinique (19,99€ - hier)  4. Lash Power Mascara, Clinique (22,99€ - hier)

Das sind also meine Beauty Essentials, die ich allesamt abgöttisch liebe! Ich tue mich sogar schwer, nur andere Produkte auszuprobieren. Ich bin einfach zu happy mit dieser kleinen Auswahl an Spitze Make-up Utensilien. 

Falls ihr euch über die Preise wundert, glaubt bitte nicht, meine Eltern würden mir jemals dreihundert Euro für all die Produkte geben. Ich wünsche mir einige der Stücke zum Geburtstag und zu Weihnachten, weil ich sonst niemals Pinsel von Bobbi Brown oder Lippenstifte von Chanel in meinem Schminktäschchen hätte. Leider vertrage ich keine günstigeren Produkte, so sehr ich mir das auch wünsche - ich habe ziemlich viele Allergien und sehr empfindliche Haut. Meine ersten Schminkversuche mit Rival de Loop Concealer und beju Mascara sind beispielsweise nicht nur an meiner fehlenden Erfahrung gescheitert, sondern auch an den Pusteln und der Augenentzündung, die ich dann eine Woche mit mir rumtragen durfte. 

Alle Produkte empfehle ich euch wärmstens, sie sind ihren Preis wert und besonders für empfindliche Hauttypen geeignet - auch wenn ihr Probleme mit Akne habt! 

Einen schönen Abend euch und genießt die letzten Ferientage!

Allerliebste Grüße von eurem Mädchen vom Meer

Thea

6. September 2014

Beach Baby


Noch einmal bis an den tiefblauen Horizont sehen. 

Die salzige Seeluft riechen und schmecken, die in Sagres immer vom süßen Duft des blühenden Rosmarins und dem Surf Wachs durchzogen ist, und die auch nur zum unverwechselbaren Sagres-Duft wird, in dem sich noch etwas portugiesisches Putzmittel und der leichte fischige Geruch des Hafens untermischt. 

Die letzte Welle reiten, das letzte Mal Salzwasser schlucken und sich vom Meer tragen lassen.

Noch einmal die sengende Sonne auf die Haut strahlen lassen, so viel Energie wie möglich tanken und das Licht aufsaugen, als ob ich es später aus mir heraus leuchten lassen könnte.




Es war mein letzter Tag im Süden Portugals, in der kleinen Stadt Sagres, die mir schon so ans Herz gewachsen ist, dass ich mir nicht sicher bin, ob ich dieses Mal wirklich zurück nach Hause kehre. Ich sitze jetzt wieder in Deutschland und der Ausblick aus meinem Zimmer zeigt jetzt nicht mehr Dattelpalmen und unseren Pool, strahlend blauen Himmel und das Meer, sondern Kuhwiesen, grauen Frühherbsthimmel und unsere Apfelbäume, die schon gelbe Blätter bekommen. Es ist ein schmaler Grad zwischen dem Gefühl unterzugehen und der Neugier und der Umbruchsstimmung, die momentan mein Leben durchzieht. Einerseits habe ich Angst vor dem neuen und letzten Schuljahr, andererseits freue ich mich, weil ich weiß, dass viele neue und entscheidend Dinge passieren werden und ich einiges in meinem Leben verändern und entscheiden werde. Die ersten verändernden Schritte werden mein neues Training für den 10 Kilometer-Lauf sein, an dem meine Mom und ich bald teilnehmen werden. Ich freue mich total auf das Lauftraining, weil es meinem Leben sehr viel Struktur und Halt gibt, außerdem ist es ein Training für die Disziplin und da ich im folgenden Jahr sehr viel Durchhaltevermögen zeigen muss, kann ich zu dem psychischen Stress einen physischen Ausgleich gebrauchen.
Am meisten freue ich mich auf meinen neuen Kleiderschrank und darauf, meine Klamotten mal wieder auszumisten. Genau dasselbe muss ich auch noch mit meinem Arbeitsplatz machen, damit ich gut organisiert und strukturiert nach den Sommerferien wieder einsteigen kann. Auf meiner Empore herrscht momentan noch immer das vorsommerliche Chaos vor - welches bald abdanken kann! 

Ein bisschen träumerisch und wehmütig bekommt ihr jetzt also die letzten Bilder von meinem Urlaub in Sagres, auf die in Kürze auch noch ein Film folgen wird. Die Bilder stammen von meinem zweiten Lieblingsstrand nach Praia do Amado (der Strand an dem wir immer surfen), Beliche. Beliche ist ein großer Sandstrand, der aus zwei kleinen Buchten besteht, die von großen Felsen eingefasst sind. Das Wasser ist hier glasklar und fast immer ruhig, sodass man toll über die Felsen klettern, aber auch wunderbar schwimmen, tauchen und schnorcheln kann. 










Das war der letzte Sommertag für 2014 und ich muss sagen: Es war ein sehr schöner und gelungener Tag. Nachdem meine Mom und ihre beste Freundin vom Wandern zurück gekommen sind, waren wir alle noch in einem kleinen, sehr typisch portugiesischen Restaurant essen und haben unseren Urlaub bei dem besten Rot- und Portwein ausklingen lassen, den ich bis jetzt genießen durfte. 

Jetzt freue ich mich auf den deutschen Herbst, mit all seinen schönen und schlechten Seiten und bereite mich schon mal wieder auf den lieben Alltag vor... 

Für meine Verhältnisse ziemlich braun und blond und sommersprossig und mit viel neuem Salzwasser in den Adern, euer Mädchen vom Meer,

Thea

3. September 2014

Children of the tides

"We all come from the sea, but we are not all of the sea. Those of us who are, we children of the tides, must return to it again and again, until the day we don't come back leaving only that which was touched along the way."
- Frosty Hesson - 

Ein kleiner Teil der Menschen, die im Wasser sind, und zu denen ich wohl gehöre, bezeichne ich als Kinder der Gezeiten. Sie kommen aus dem Meer, sie haben immer im Meer gelebt und werden auch dort sein, wenn ihre Seele wieder eins mit dem Meerschaum wird. Wenn sie das Wasser verlassen müssen, dann bleibt trotzdem eine Hälfte ihres Herzen im schroffen salzigen Meer, deren Fehlen sie immer daran erinnert, wo sie eigentlich hingehören. Weil die Kinder der Gezeiten so viel Zeit mit dem Meer verbringen, binden sie es automatisch in ihre Freizeitaktivitäten mit ein. Man kann da drei grobe Gruppen feststellen: die Schwimmer, die Taucher, die Windsurfer und die Surfer. 
Ich gehöre zu den Surfern. 




Das erste Mal stand ich vor zehn Monaten auf einem Bord, ich bin also ein kompletter Frischling, was das betrifft, aber mit dem Surfen ist es so ziemlich wie wenn man sich verliebt. Es ist völlig egal, wie lange dein Herz schon für etwas schlägt, wenn es vom ersten Moment an ganz aufgeregt gehämmert hat und dir laut brüllend beweisen will: Das hier ist das, was du immer wolltest, wo du dich wohl fühlst, was dich ausfüllt, was dich begeistert und was dich - zusammengefasst - glücklich macht. Dann ist es das richtige für dich, egal wie lange du schon dabei bist.
Surfen ist ein lebenslanges Lernen. Es haut dich zig Mal um, du schluckst Literweise Salzwasser und deine Augen brennen wie verrückt, deine Haut wird rau und du knickst oft um, verlierst im Strudel der Wellen die Orientierung und schneidest dir an den Muscheln die Füße auf - bis du dann endlich oben bist. Es dauert manchmal keine zehn Sekunden bis du wieder vom Bord gerissen wirst und die Welle dir die Luft aus den Lungen drückt, aber diese zehn Sekunden machen dich dann für den Rest der Zeit im Wasser zum glücklichsten Menschen auf der Welt. 







Ich glaube ein Hobby ist auch dann eine Leidenschaft, wenn es dir mehr gibt, als etwas, was dir nur Spaß macht. Spaß ist natürlich super, aber es ist nicht alles. Wenn ich nach einem Tag Surfen ins Bett falle bin ich müde bis ins Mark, mein aufgeschnittener Fuß schmerzt ganz schön und der zweitgradige Sonnenbrand hindert mich daran mich beim Schlafen zu drehen, weil ich sonst von den Schmerzen geweckt aus meinem Tiefschlaf fahre. Aber ich strahle. Ich will am liebsten die ganze Zeit lachen, weil mein Tag so wundervoll war. Weil ich wieder weiter gekommen bin, weil ich wieder etwas gelernt habe, weil meine Bemühungen und all die Strapazen sich auszahlen und es vollkommen wert sind. 





Ich sehe ziemlich bescheuert aus wenn ich surfe, wie ein nasser, ziemlich dicker und unbeholfener Hund, der versucht auf einem Kunststoffbrett zu stehen. Aber glaubt mir, nichts macht mich glücklicher, als das Gefühl, von dem Element, das ich am meisten bewundere und das mir mehr gibt als alles andere, getragen zu werden, umarmt zu werden. Ich kann es nicht gut genug beschreiben. Surfen ist wie meine Süßwarenabteilung im Supermarkt, wie eine lange Massage, wie Frühstück ans Bett, wie heiße Schokolade mit Marshmellows an regnerischen Tagen, wie Kuschelstunden und wie Reisen in fremde Länder, Surfen ist wie morgens aufwachen und wissen, dass es Samstag ist und man liegen bleiben kann solange man will, es ist wie das erste "Ich liebe dich" und wie das Gefühl, wenn man einem Freund, dem es sehr schlecht geht, ein Lächeln unter Tränen ins Gesicht zaubern kann. Surfen ist all das, all diese Gefühle des Glücks - in einem Moment, einem Gefühl zusammengefasst. 

Das Leben mit dem Meer ist wie das Leben selbst. 

Wenn du und auf deinem Bord aufs Meer hinaus paddelst und das für dich bedeutet wirklich zu leben, dann gehst du auch immer das Risiko ein, dich zu verletzen und verändert wieder ans Ufer zu kommen. Es kann auch heißen, dass du ertrinkst, weil das Leben nun mal tödlich ist. Aber es bedeutet auch, dass du wunderschöne Momente erleben kannst, in denen du fast fliegst, in denen du vollkommen glücklich bist und du vergisst wie sehr dein ganzer Körper von all den misslungenen Versuchen die Wellen des Lebens zu meistern schmerzt. 





Wir sehen von weitem oft die Menschen, die eine Welle dank ihrer Erfahrung und ihrem Talent wie mühelos reiten. Es sieht immer so leicht aus, aber eigentlich zeugt dieses Bild nur davon, dass diese Surfer genauso oft fast ertrunken sind, weil die Wellen sie so zerrissen haben, wie alle anderen. Allerdings haben sie diese missglückten Versuche anders aufgenommen als die meisten. Im Leben und beim Surfen kommt man nur weiter, wenn man nach einem Sturz und ein paar Litern Salzwasser mehr im Bauch wieder auf dem Brett liegt und mit zusammengebissenen Zähnen noch ein Stück weiter rauspaddelt und die nächste Welle, die dir wieder den Boden unter den Füßen wegziehen könnte, mit noch mehr Körperspannung und Präzision surft als man es zuvor getan hat. Man muss negative Energie einfach in positive Energie umwandeln, in dem man die Kraft hinter dem Frust und der Enttäuschung nutzt und sie in den nächsten Schritt auf dem Weg zum Ziel steckt. 


Es ist ein permanentes Rauspaddeln, die Welle nehmen, aufspringen, untergehen, auftauchen, nach Luft schnappen, rauspaddeln...
Wichtig ist nur, dass man nie aufgibt. Im Wasser, genauso wie im Leben. Surfen ist etwas für Menschen, für Kinder der Gezeiten, die hart im Nehmen sind. Die sich nicht unterkriegen lassen. Surfer sind starke Menschen. Surfer sind wie Lebenskünstler. Jede Welle, jeder Rückschlag macht sie stärker und erfahrener. Jede Erfahrung, jede Enttäuschung macht uns erfahrener. Wichtig ist, dass wir daraus lernen, unsere Fehler analysieren und sie beheben. Dann verbessern wir uns mit der Zeit und wenn wir wirklich gut sind, dann surfen wir am Ende sicher und können jede Welle und jeden Sturm bewältigen, weil wir gelernt haben, mit allem was kommt umzugehen und uns nichts kleinkriegen zu lassen. 

Also Leute. Wenn ihr auch Kinder der Gezeiten seid und das Leben an sich verstehen wollt - schnappt euch ein Bord und werft euch in eine Welle. 

Mit Schwimmhäuten zwischen Zehen und Fingern, salzigen Haaren und einer Explosion von Sommersprossen im Gesicht, einem breiten Lächeln und einem muskelverkaterten Körper,

euer Mädchen vom Meer, Kind der Gezeiten, Surfer Girl...

Thea 






24. August 2014

Sonnenanbeterin


Meine Haut riecht nach Salz, Sand, Sonnencreme und Sonne. Meine Haare sind zu widerspenstigen Salzlocken geworden, mein Körper schmerzt noch vom gestrigen Workout am Pool und ich liege im Halbschlaf am Strand von Martinhal und lasse mir die Sonne den Rücken verbrennen. Alles fühlt sich hier nach Sommer an. Der frisch gepresste sommerliche Orangensaft zum Frühstück, der süße sommerliche Geruch von Kokosnuss-Body-Butter nach dem Sonnen, der Gelbstich, den meine Sonnenbrille der sommerlichen Landschaft verpasst, das tiefblaue Meer. Tiefenentspannt. Das Wort bekommt hier eine ganz neue Bedeutung. 

Jeden Tag beginne ich mit einem Krafttraining und einer Runde joggen am Meer, ich esse Tonnen von frischem portugiesischem Obst und lasse dann die Sonne meine Seele durchleuchten. Ich fühle mich irgendwie Tag für Tag erholter, aber auch gesünder und stärker. Durch die Ruhe und die Entspannung, die ich hier bekomme, kann ich auch mal wieder zum nachdenken kommen, ohne dass es mir den Boden unter den Füßen wegreißt. 
Als würde die Sonne die Wunden ausbrennen, die mich noch immer behindern und mir jeden Tag weh tun, so habe ich das Gefühl, als würde ich selbst heilen. Als würde alles gut. Vielleicht ändert sich das noch, wenn ich wieder zuhause bin, dort wo es kalt ist und grau und mich alles daran erinnert, was passiert ist. Daran werde ich jetzt aber nicht denken. Ich bin mir sicher, alles wird gut.


















Top: Brandy Melville; Shorts: Brandy Melville; Sandalen: Birkenstock
Die Sonne tut mir so gut, ihr Lieben! Ich merke wie sich mein Energieglas füllt und wie ich mehr lächele und strahle und lauter lache und irgendwie viel positiver gestimmt bin. Morgen werde ich das erste Mal seid Herbst letzten Jahres wieder Surfen gehen, es geht an einen der ruhigeren Strände nördlich vom Cabo da Sao Vicente. Ich freu mich schon so sehr! Aber irgendwie habe ich auch Respekt, Surfen ist eine ziemlich gefährliche Sportart, weil man sich schnell verletzen kann und vom Meer abhängig ist. Und das Meer ist unberechenbar, besonders der Atlantik, besonders hier, an der Steilküste, im kalten Wasser der hohen Wellen. 

Ich werde mal sehen ob ich vor Aufregung und Freude noch Schlafen kann. Habt eine gute Nacht meine Freunde!

Noch immer mit Sand in den Haaren und 
einem ordentlichen Sonnenbrand auf dem Rücken,

euer Mädchen am Meer,

Thea